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Reform der Pflegeversicherung geht in die nächste Runde

Gütersloh, 09. Januar 2010

Die Reform zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung wird zum 01.01.2010 die nächste Stufe erreichen. Nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ beinhaltet die Reform zum 01.01.2010 eine Erhöhung der Sachleistungsbeträge im ambulanten Bereich für alle Pflegestufen sowie die Erhöhung der Sachleistungsbeträge im stationären Bereich für die Pflegestufe3 sowie für Härtefälle.

Für die ambulante Versorgung erhöhen sich die monatlichen Sachleistungsbeträge wie folgt:

Pflegestufe                        bisher €               ab 2010

Stufe 1                                 420,-€                  450,-€
Stufe 2                                 980,-€                1040,-€
Stufe 3                               1470,-€                1510,-€

Für die stationäre Versorgung erhöhen sich die monatlichen Sachleistungsbeträge wie folgt:

Pflegestufe                        bisher €               ab 2010

Stufe 3                               1470,-€                 1510,-€
Stufe 3 (Härtefall)              1750,-€                 1825,-€

Die Ausgaben der Pflegeversicherung wird nächstes Jahr im Vergleich zum Jahre 2009 um ca. 400 Mio. Euro steigen.
Weiterhin werden die Ausgaben des zusätzlichen Leistungsbeitrags für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz um ca. 80 Mio. Euro im Vergleich zu Vorjahr steigen. Pflegebedürftige mit einem erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf aufgrund einer Demenzerkrankung, einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Erkrankung können neben den Leistungen der ambulanten und teilstationären Pflege sowie der Kurzzeitpflege zusätzliche Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen.
Sie erhalten seit dem 1. Juli 2008 einen Betreuungsbetrag von bis zu 200 Euro monatlich. Dabei wird zwischen einem Grundbetrag von 100 Euro monatlich und einem erhöhten Betrag von 200 Euro monatlich unterschieden.